Samstag, 3. März 2018

Adventure Baby geht auf Reise (I/I)



Es ist soweit. Das Adventure Baby wirft sich in sein erstes Abenteuer. Seit einigen Jahren fahren wir mit den Eltern / Schwiegereltern in den Winterurlaub. Getreu dem Motto: Ein Kind ist keine Krankheit sollte auch in diesem Jahr der Spaß im Schnee nicht ausbleiben. Als erstes Training für den Elternzeitmarathon scheint der alpine Ausflug bestens geeignet. Weiterer Pluspunkt: ein Satz Großeltern ist dabei und heiß darauf den Enkeln zu bespaßen, zu knuddeln, wickeln, füttern. All das eben was die letzten Jahrzente nicht mehr drin war. 


Dieses Jahr geht es also nach Ramsau am Dachstein, 650 km und normalerweise 5-6 Stunden Fahrt und ein großer Bogen um München und seine Staus.

Tetris live


Nach 90 Minuten und fünf mal dritte Etage waren die folgende Dinge irgendwie in Emil’s neuem Bus und mir war trotz -10°C recht warm.

  • ein Kinderwagen (bei uns ein Thule Chariot)
  • Ein Satz Ski für das Gefährt (geliehen)
  • Unsere Skiausrüstungen 
  • Zwei Koffer mit Kleidung 
  • eine Klappbox mit Babykram
  • eine Absorberkühlbox (dass abgepumpte Milch gefroren bleibt -> lautlos, eiskalt, Gas/240V/12V)
  • Reisebett + Matratze
  • Lebensmittel 
  • Und natürlich meine zwei Mitreisenden 

Emil’s Bus ist unser Reisemobil für die anstehende Rabenelternzeit. Wir sind wohl nicht allein wenn unsere Wahl auf einen 17 Jahre alten VW T4 Multivan fiel. Der Dieselstinker darf zwar mit seiner geben Plakette in keine Umweltzone. Aber wer will das schon. Unsere Wahl fiel auf den VW Bus, da es sich um ein grundsolides Auto mit PKW Qualitäten handelt. Die Community im Internet ist groß und so erhält man viele Anregungen und Tipps. Hinzu kommt, das er uns optisch am meisten zusagt und er in der Pannenstatistik vom ADAC gegenüber vergleichbaren Modellen die Nase vorn hat. (ADAC Test T4)

Bei Gesprächen mit Bekannten kristallisierte sich zudem die Tatsache heraus, dass der Bus verhältnismäßig spritsparend unterwegs sein kann. Spritmonitor -> VW T4 / MB VITO / Fiat Ducato

Keine 3 Minuten...


und unsere Fahrt ist vorerst zu ende. Um ein Haar hätten wir die Sonnenbrillen vergessen. Das ist mit und ohne Sonne im Schnee schon fatal genug, doch bei der Gelegenheit hat meine bessere Hälfte noch festgestellt, dass die Skistöcke wohl auch noch irgendwo im Keller stehen müssen. Glück gehabt. Los gehts.

Zweiter Versuch 


Wenige Minuten nach dem Neustart träumt der kleine König auch schon von zukünftigen Abenteuern oder vom Essen. Die nächsten zwei Stunden passiert erst einmal nichts. Während des ersten Zwischenstopps nutze ich die Gelegenheit um einige Lebensmittel einzukaufen und Emil bekommt seine Zwischenmahlzeit. Dann geht es auch schon weiter. Wieder gut zwei Stunden.

Das Ziel rückt näher.


An unserem nächsten halt, ist Emil wieder wach und hungrig und ihn plagt ein Bedürfnis. Deshalb schnell aufs Töpfchen. Babys mit Bedürfnis sind äußerst unzufrieden. Von Anfang an senden die kleinen Erdenbürger Zeichen wenn sie mal müssen. Hört man darauf lernt der Minimensch das die Windel auch trocken bleiben darf. Das A-D ist zwar erst 5 Monate alt (und 6 Wochen zu früh), geht aber schon recht gerne aufs Töpfchen. (Da soll noch mal einer behaupten Frühchen sind langsamer). 
Es funktioniert (nicht immer natürlich und jedes Kind ist anders) und ist jedem zu empfehlen. Es spart nicht nur Geld, ich glaube auch es ist gut für das Kind. Von dem Vorteil für die Erzieher im Kindergarten ganz zu schweigen. 

Bedürfnis erledigt, Baby isst, Papa schläft. 20 Minuten später (17 Uhr ) begehe ich den schweren Fehler Kaffee beim Supermarktbäcker zu kaufen. Merkt euch. Pumpt jemand Kaffee aus einer Pumpkanne und dampft dieser nicht wie ein Gysier - GEHT!

Letzter Halt vor der Endstation


Eine Stunde schläft der Kleine noch mal, einschlafen war aber äußert schwer. Mittlerweile haben wir die österreichische Grenze passiert und einen weiteren Stopp eingelegt. Diesmal bei Mc Donalds an der Autobahn und eigentlich 30 Minuten vorm Ziel. Toilettengebühr gegen „Essen“ getauscht - auf zum letzten Ritt.

So ein kleiner Knopf hat natürlich auch irgendwann ausgeschlafen. Das recht laute aber monotone Fahrgeräusch befördert Emil zwar zügig ins Traumland, doch irgendwann ist auch ein kleiner Mensch nicht mehr müde. Jetzt hilft nur noch Ablenkung durch Mama, den Zwiebelzwerg und eine Banane.

2 Zentimeter in 20 Minuten 


Soviel Banane ist dann plötzlich weggenuckelt und Emil lässt uns noch mal durchatmen. Mit den letzten Dösern und mit nur mehr 4 Litern Diesel im Tank geht es den letzten Berg zum Hotel hinauf.

19 Uhr - Endstation : Ausstieg in Fahrtrichtung rechts


Alle sind glücklich. Emil isst, Papa lädt das Auto aus. Dann muss ausgiebig gespielt und gestrampelt werden. Das war der Deal den das Adventure Baby auf den letzten Metern mit uns ausgehandelt hat.

21 Uhr 


Licht aus.



Fazit 


Die Fahrt war im Großen und Ganzen entspannt. Bis zu 5 Stunden reiner Fahrzeit waren für das Adventure Baby ertragbar, dann wurde unser kleiner etwas unentspannt. Bei längeren Fahrten tut man sich einen Gefallen wenn man eine Zwischenübernachtung einlegt. Ist man dann einmal am Ziel ist die lange Fahrt mit etwas Spielen schnell wieder wett gemacht. Zumindest in unserem Fall war die Fahrt also erfolgreich. Versucht es doch einmal selbst. Wenn ihr Bedenken habt, tastet euch heran. Vielleicht habt ihr Großeltern die nicht um die Ecke wohnen. Besucht sie doch mal wieder, sie werden sich freuen :-)

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